Person

Es gibt Menschen, die im Kino weinen. Dazu gehöre ich auch. Allerdings löst ein guter Film sofort einen Reflex in mir aus: ich will das auch können. In der Werbesprache nennt man das Leidenschaft, was man durchaus von Leiden ableiten kann. Denn so zur Perfektion getrieben, kann man niemals wirklich zufrieden sein. Das Gefühl kennt jeder ambitionierte Gestalter. Und doch kann die Beschäftigung mit dem Film, mit Ideen und Visionen ein Leben erfüllen. Ich vermute, bei mir läuft es darauf hinaus...  


Job

Konzepte, Exposés, Drehbücher

Wir sind hungrig nach Geschichten. Ideen zu finden, in seh- und hörbare Erlebnisse zu verwandeln, ist Handwerk und Kunst zugleich. Von neuen Technologien getrieben, wandeln sich die Ausdrucksformen schnell und immer schneller. 

 

Aber es gibt auch Konstanten. Formale, ästhetische und dramaturgische Konstanten, die eine Geschichte gut, einen Film außergewöhnlich, ein Event einzigartig machen. Diese zu nutzen, und zugleich mit Neuem zu verbinden, macht audiovisuelles Storytelling so spannend. Und damit beschäftige ich mich. Als Ideengeber, Autor und Konzeptioner. 

Regie und Bildgestaltung

In einem kreativen Team will es jeder perfekt machen. Die Darsteller natürlich, aber auch das technische Team. Dabei hat jeder seine ganz eigene Perspektive. Und jeder spricht seine eigene Sprache. 

 

Als Regisseur bin ich Dolmetscher, Organisator, Tröster, Panikbekämpfer. Und Gestalter. Wenn man es schafft, das alles unter einen Hut zu bringen, ist das furchtbar schön – um wieder das abgenutzte Wort Leidenschaft zu vermeiden. 

Producer

Producer müssen vor allem Eines sein: entspannt. Zumindest äußerlich. Dass im Hinterkopf ständig die Budget-Uhr läuft, darf am Set keiner merken. Als Produzent für Industrie-, Werbe- und Schulungsfilme habe ich über 15 Jahre Erfahrung in Kalkulation, Organisation und Abwicklung von Filmprojekten auf der ganzen Welt. Und als Hobbypilot ich kenne mich mit dem Wetter aus - was sich beim Drehen schon mehr als einmal ausgezahlt hat.

Weiterdenker

Die technologische Innovation der Medien verändert unsere Gesellschaft in nie gekanntem Tempo. Wie bei allen medialen Umbrüchen, eilt die Technik der Gestaltung weit voraus. Staunend halten wir Werkzeuge in der Hand, deren Potenzial wir tastend erforschen. Nach und nach erkennen wir den Ausdrucksraum, aber auch die Risiken dieser Werkzeuge.

 

An der Schnittstelle zwischen realer und virtueller Welt sucht sich das ungebrochene Bedürfnis nach Storys, Unterhaltung und Information neue Kanäle. Selbstdarstellung, Meinungsbildung und Medienproduktion verändern sich nach neuen Regeln, die wir nur ansatzweise verstehen. Das wirft viele Fragen auf, deren Antworten nur im Dialog der Generationen gefunden werden können. Hier trifft Erfahrung auf Neugier, Vorsicht auf Mut, Theorie auf Praxis – und Verantwortung auf kreatives Potenzial. 

 

Deswegen engagiere ich mich in der Lehre. Als Lehrbeauftragter, in Vertretungsprofessuren, und mit der Filmfreax Academy, einer Fortbildungsinitiative für junge Medienmacher. 

  


Backstory

Seit 1985 ist Frank Sidenstein in der Filmbranche tätig. Er arbeitete als Tonmann, Kamera-Assistent, Cutter zunächst im väterlichen Betrieb, später als Freelancer für AV-Produktionen und Fernsehsender. Die Dreh-Erfahung reicht vom Reportagedreh in Nordkorea bis hin zu großen Live-Merkameraproduktionen im ZDF. Dabei beschäftigte er sich mit analoger und digitaler Fotografie, 16mm Film und allen gängigen Videoformaten von 1" über Beta SP bis hin zu digitalen und bandlosen Systemen. 

 

Er studierte Fotoingenieurwesen an der FH Köln. Die Diplomarbeit entstand am Institut für Rundfunktechnik in München. 

 

Von 1999 bis 2012 war Frank Sidenstein Inhaber und Geschäftsführer der Intervideo Filmproduktion sowie seit 2005 Teilhaber der Sequentis Medien GmbH in Mainz. In dieser Zeit produzierter er zahlreiche Werbe- Image- und Schulungsfilme u.a. für Großunternehmen und Mittelständler, darunter Siemens, EnBW und Commerzbank. Internationale Projekte führten ihn in die USA, nach Kanada, Zentralasien, China, Japan, Kenia, Dubai, Nord- und Südkorea, Malaysia, Thailand und in weitere Länder. 

 

Seit 2012 arbeitet Frank Sidenstein freiberuflich als Autor und Regisseur für Agenturen und Filmproduktionen. 

 

Von 2014 bis 2016 übernahm er Vertretungsprofessuren an der Hochschule RheinMain im Fachbereich Design Informatik Medien.